Montag, 24. November 2014

Orangen-Kardamom-Sirup

Normalerweise bin ich ja nicht so die Sirupliebhaberin. Steht doch eine angebrochene Flasche meist wochenlang im Kühlschrank und wird einfach nicht weniger, da ich vor allem Wasser trinke. Dieser Sirup ist jedoch kein Schrankhüter, so schnell wie er gekocht ist, so schnell ist er meist auch wieder weg. Gefunden habe ich ihn bei hier und er diente schön öfters als beliebtes Mitbringsel. 



Zutaten:
1 l frisch gepresster Orangensaft (bei mir der direkt gepresste vom Supermarkt, Blutorange schmeckt auch hervorragend)
2 Zitronen
350 g Zucker
1/2 Vanilleschote
10 Kardamomkapseln


Zubereitung:
Die Kardamomkapseln öffnen, mörsern und langsam rösten, bis die Küche wundervoll durftet. Achtung das Pulver verbrennt sehr schnell. Dann die Vanilleschote längs halbieren und das Mark zusammen mit der Schote, den Orangen- und Zitronensaft sowie den Zucker zugeben.

Langsam erhitzen und ca. 30 min köcheln lassen, bis der Sirup leicht eindickt. Durch ein Sieb in eine zuvor sterilisierte Flasche füllen. 

Ergibt ca. 1 l Sirup.

Dienstag, 18. November 2014

Linzer Kuchen

Noch ein Rezept für einen Kuchen nach Linzer Art. Diesmal als Blechkuchen. Alle Verfechter der echten Linzer Torte mögen mir verzeihen, hat doch dieser Kuchen mit dem Original aus Linz nicht mehr viel gemein. Er besteht aus einem im Mixer gerührten Teig, enthält außerdem Schokolade und Haselnüsse anstelle von geriebenen Mandeln. Schmecken tut er trotzdem, nach einigen Tagen sogar noch etwas saftiger als am Backtag. 

Zutaten:
1/4 kg Butter
4 Eier
240 g Zucker
200 g Haselnüsse gerieben
75 g Schokolade (Zartbitter)
300 g Mehl
1 Backpulver
Zimt
Nelken
1 TL Vanillezucker
Salz

Marmelade (bei mir eine gemischte Beerenmarmelade)

Zubereitung:
Die Butter und die Eier am besten 1 Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank holen, damit sie Zimmertemperatur haben. Es erleichtert später die Herstellung des Rührteiges.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und einem Backrahmen auflegen. Backrohr auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Butter in einer Mixschüssel schaumig schlagen, nach und nach die leicht verschlagenen Eier und den Zucker zugeben. Dick cremig aufschlagen. Inzwischen die Schokolade klein hacken, in ein Schüsselchen geben und über Dampf schmelzen. Dann diese zur Buttermasse geben und unterrühren. Das Mehl mit Backpulver, Zimt und Nelken vermischen und gemeinsam mit den Haselnüssen unter die Buttermasse heben.

Die Hälfte des Teiges auf das Blech geben und glatt streichen. Ca. 4 große EL Marmelade darüber verstreichen. Den restlichen Teig in einen Spritzsack mit gezackter Tülle füllen und ein Gitter sowie rundherum auf die Marmelade spritzen.

Im Ofen ca. 40 min backen. Nach dem Backen sofort bestaubzuckern.

Dienstag, 4. November 2014

Orientalische Linsensuppe

Suppen mag ich immer gerne, sie sind nach der Arbeit schnell gekocht, sättigend und jetzt, wenn es kühler wird, auch sehr wärmend. Heute gibt es eine orientalische Linsensuppe, gekocht mit jenen Zutaten, die der Kühlschrank hergegeben hat. 


Zutaten:
1 rote Zwiebel
2 Karotten
1/2 roter Paprika
1/2 Apfel (Boskop)
ca. 200 g rote Linsen
1 Dose geschälte Tomaten
Wasser
Salz
Pfeffer
1/2 TL Koriander
1/4 TL Kreuzkümmel
1 TL englischer Curry
1/2 Chilischote
Olivenöl

einige getrocknete Apfelscheiben
Rahmjoghurt

Zubereitung:
Die Gewürze mörsern und gemeinsam mit dem Olivenöl in einem Topf langsam anrösten, bis sie duften. Inzwischen die Zwiebel in Würfel schneiden und mitrösten. Dann die würfeligen Karotten, den Paprika und die gewaschenen Linsen zugeben. Die Tomaten zugeben, mit Wasser aufgießen und köcheln lassen. Noch nicht salzen, sonst dauert es ewig, bis die Linsen weich werden. Inzwischen auch den Apfel in Stücke schneiden und zur Suppe geben. Das ganze ca. 20 min köcheln lassen. Dann mit einem Stabmixer pürieren und mit Salz abschmecken.

In einen Suppenteller geben ein Klecks Joghurt und einige getrocknete Apfelscheiben und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer oben drauf geben. Löffel für Löffel genießen.

Sonntag, 2. November 2014

Apfelstrudel

Noch vor einiger Zeit war für mich ein ausgezogener Strudelteig eher eine Qual denn eine lieb gewonnenen Aufgabe, dabei ist es mit diesem Rezept ganz easy. Die Erinnerungen an den ersten selbst gemachten Teig während des Schulkochens waren keine guten. War es doch ein ewiges kneten und danach ein mühsames ausziehen. Immer wenn man dachte, dass man genug Energie in den Teig gesteckt hatte, kam die Kochlehrerin, schnitt ihn einmal in der Mitte durch, begutachtete die Schnittfläche und wenn er nicht ganz glatt war, hieß es weiterkneten. Wahrscheinlich hatten wir kein so gelingsicheres Rezept wie dieses hier. Später habe ich zwar immer wieder einen Strudelteig gemacht, einer der so leicht zu verarbeiten ist, war aber nie dabei. Dieser Teig aus dem Buch Österreich Vegetarisch ist relativ schnell geknetet und lässt sich anschließend wunderbar ohne irgendwelche zicken ausziehen. Dazu braucht es weder Mehl noch Öl. Die gerösteten Semmelbrösel habe ich nicht bewusst weggelassen, ich hatte einfach keine im Haus - es empfiehlt sich welche zu nehmen, sonst läuft beim backen die Füllung noch mehr als sonst aus. 



Zutaten Teig:
200 g Mehl glatt
100 g Wasser
40 g Öl
eine Prise Salz

Zutaten Fülle:
1 kg Äpfel (Boskop vom Garten)
eine Hand voll Rosinen
2-3 EL Zucker
4 EL Haselnüsse gerieben
3 EL Butter
Zimt
(Brösel mit Butter geröstet)

Zubereitung Teig:
Das Mehl in eine Schüssel geben, Wasser, Öl und Salz zugeben und mit einem Löffel verrühren. Sobald die Zutaten halbwegs vermengt sind, den Teig auf die Arbeitsplatte geben und mit den Händen weiterkneten bis ein glatter Teig entsteht. Das dauert ca. 5-10 min. In Klarsichtfolie wickeln und mindestens eine Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen. Nur so lässt er sich später hauchdünn ausziehen. 

Zubereitung Fülle:
Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und mit einem Hobel blättrig schneiden. Zucker, Zimt und Rosinen zugeben und vermischen. Die Haselnüsse ohne Fett rösten. Die Butter schmelzen.


Füllen:
Auf einem Tisch ein großes Strudeltuch leicht bemehlen und den Teig drauflegen. Mit den Händen auseinanderdrücken bis der Teig halbwegs rechteckig und ca. 1 cm dick ist. Dann mit dem Handrücken immer weiter ausziehen bis er so dünn ist, dass man darunter eine Zeitung lesen könnte. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl klappt das wunderbar. 

Den Teig dünn mit Butter bepinseln, die gerösteten Haselnüsse auf dem untersten Drittel verteilen und die Äpfel darübergeben. Mit Hilfe des Tuches den Strudel einrollen, auf ein Backblech geben und mit der restlichen Butter bestreichen.

Im vorgeheiztem Rohr bei 175 °C ca. 45 min backen.

Leicht auskühlen lassen und am besten noch lauwarm essen.